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Vom göttlichen Bewusstsein
Der Mensch besteht seit Anbeginn seines Seins aus Körper, Geist und Seele und ist tagaus und tagein bemüht, bewusst oder unbewusst sein Leben zu bewahren, zu erhalten und das Göttliche in sich zu verwirklichen. Das mentale und das göttliche Bewusstsein geht weit über die Bewusstseinszustände des Körpers als Teil des Menschen und der Natur hinaus.
In einem Traum sehe ich wie ich einen kleinen Jungen auf einem mit Menschen belebten Weg, in einer fremden Bergstadt, auf meiner Schulter trug. Es war ein beschwerlicher, langer Aufstieg ohne zu wissen warum und wohin dieser Weg mich mit dem Kind auf meiner Schulter führen sollte. Am Ende des langen Weges angekommen wurde mir bewusst, dass ich mir vorgenommen hatte, für meinen Vater an seinem Grab zu beten.
Ein Traum als Lebensaufgabe mit vielen Details und Schwierigkeiten.
Im Wachbewusstsein erlebe ich die Welt anders, nämlich im Bewusstsein mit all meinen Sinnen, mit dem Verstand, der Vernunft und mit Herz und Seele. Im Traum bilden sich unbewusste Realitäten und Geschehnisse als Wünsche, Bilder oder Aufgaben. Vor allem aber können wir im Traum, Geschehnisse oder Ängste auf wunderbare Weise verarbeiten und können durch Intuition, Stille und Ruhe die erlebten Ereignisse besser in Bildern verarbeiten.
Das Bewusstsein eines Menschen ist dennoch stets zeitabhängig und hat seine Grundlage in seiner Erfahrungs- und Erkenntniswelt. Im Tiefschlaf ist der Mensch mit dem höheren Bewusstsein vereint. Das Gleiche gilt in tiefer Meditation und Kontemplation, wenn der Mensch sich mit ganzem Herzen und Verstand auf das Eine in allem ausrichtet. Je öfter der Mensch seinen Geist auf sein Herz, auf Gott ausrichtet, desto mehr verbindet er sich intuitiv mit den göttlichen Werten wie Wahrheit, Frieden, Ordnung, Liebe und Gewaltlosigkeit. Diese göttlichen Werte bilden gegenüber den vergänglichen materiellen Wünschen beständige und tragende Säulen eines zufriedenen und glücklichen Lebens. Gott ist dieses Leben und Wesen in allem auch in uns.
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)
Durch Gebet und Meditation auf den Einen in allem verändert sich unser Bewusstsein von weltlichen Anhaftungen zu einem zufriedenen und glücklichen Leben. Dieses Leben ist die wahre Wirklichkeit in Gottes liebendem Herzen. Der Weg der Erkenntnis ''Gott ist in mir und in allen'' lässt uns glauben und hoffen auf ein Bewusstsein der Einheit mit und in Gottes liebendem Herzen. Das Gebet zu Gott und der Dienst am Nächsten ist der Weg zur Liebe und zur Zufriedenheit in unserem Leben.
Willibald